Franziskanisch Pilgern


Schwester Wasser

Mutter Erde

Bruder Feuer

 Bruder Wind


nährt uns

trägt uns

wärmt uns

 bewegt uns



mit Brigitte,   Birgit, Lukas und Paula unterwegs



Unter franziskanisch Pilgern versteht der Franziskuskreis, in den Fußspuren von Franziskus unterwegs sein. Die Pilgerreise ist von franziskanischer Spiritualität und Einfachheit geprägt.


Mit Gott und ohne Geld franziskanisch unterwegs.

Schon seit vielen Jahren macht sich der Franziskus-

kreis mit Isomatte und Schlafsack in Gruppen von zwei bis sieben Personen ohne zu wissen, wo sie abends schlafen werden mit wenig Gemeinschaftsgeld oder ohne Geld, auf den Pilgerweg



Seit fünf Jahren pilgern, Brigit mit Hund Paula und ich mit Freunden, die sich uns anschließen wollen die kleine Pilgerstrecke zum Ziel . Unsere Gruppe legt den Schwerpunkt auf "weniger km ist mehr".


Hier findet Ihr Eindrücke aus einem Monatsbrief vom Franziskuskreis kombiniert mit meinen Eindrücken vom franziskanischem Pilgern.

Ein Blick in die Bibel zeigt Jesus sehr oft als einen Mann, der Menschen begegnet, der sich berühren lässt oder der berührt. Oftmals im wahrsten Sinne des Wortes und verbunden mit der Frage „Was soll ich dir tun, was möchtest Du von mir?“ Eine ehrliche Antwort auf diese Frage setzt voraus, dass ich meine eigene Bedürftigkeit benennen muss. Etwas, das nie einfach ist.

 

Ähnlich wie Jesus in der Bibel geht es uns als Pilger der franziskanischen Wanderung. Jeden Sommer machen wir uns einige Tage auf den Weg. Das Ziel lieg von 1,5, drei Tages- oder 7 Tagesetappen-Entfernung vor Augen und den Weg unter den Füßen.

 

Die Wanderung ist jedes Jahr ein besonderes Abendteuer: Das Wandern durch malerische Landschaften sowie das Zusammen- und Unterwegssein mit Menschen gleicher Gesinnung. Am Abend sind wir angewiesen auf Menschen, die uns die Tür öffnen und wir sind immer aufs Neue dankbar, wenn uns eine Pfarrgemeinde oder Privatpersonen ein Dach überm Kopf und einen Platz zum Schlafen anbieten.

 

Öfter schon wurden wir gefragt: “Warum macht ihr das? Ihr habt doch genug Geld um eine Unterkunft (Pension, Jugendherberge o. ä.) zu bezahlen. Außerdem bringt ihr die Menschen in den Orten mit eurer Frage nach einer kostenlosen Unterkunft in Verlegenheit.“ Die Erfahrung des Franziskuskreises in den letzten 20 Jahren hat jedoch allen Pilgern das Gegenteil gelehrt. Die Begegnung mit den Gastgebern am Weg ist für alle eine tiefe Bereicherung. Für die Pilger ist es eine Überwindung die eigene Bedürftigkeit zu benennen, nach einem kostenlosen Dach über dem Kopf zu fragen und zögernde Menschen auszuhalten und nicht sofort weiterzugehen. Für die Gastgeber gehört Mut dazu, sich auf wildfremde Menschen einzulassen, die plötzlich da stehen, ohne Vorbereitung, ohne Anmeldung. Wenn Menschen diese zwei Hürden überspringen, ist plötzlich die Möglichkeit geschaffen für wunderbare Begegnungen. … Am Abend ergibt sich beim zusammen getragen Essen und Trinken von Pilgern und Gastgebern oft ein Raum für Gespräche über „Gott und die Welt“, als wenn wir uns schon immer gekannt hätten, eine wirkliche tiefe Begegnung zwischen Menschen, die sich einige Stunden vorher noch nicht kannten.


Zielort ist jedes Jahr ein anderes Kloster oder ein anderer Pilgerort. Dort treffen Samstag- oder Sonntagmittag sternförmig alle Pilger ein. Wer gerne mitpilgern möchte, der ruft mich an oder schreibt mir eine Mail. Ein Kennenlernen des Franziskuskreises, z.B. beim Wortgottesdienst kann für beide Seiten bereichernd sein.


In den fünf Jahren in der Eifel, im Sauerland, im Taunus, in der Wetterau und im bergischem Land begegneten wir Menschen, die uns im wahrsten Sinne der Bibel (des Wortes) aufnahmen.

2016  auf dem Weg zum Kloster Steinfeld/Eifel schlief ich

in Zingsheim in der alten Poststation. Mit meiner Gastgeberin, Eilsabeth, schloß ich sofort Freundschaft. Donnerstags startete ich an der Bruder Klaus Kapelle.

2017 auf dem Weg zum Kloster Königsmünster in Meschede

begegneten wir Wilhelm, für den wir ein offenes Ohr hatten, dem wir im Garten halfen, er uns zum Abendessen mit Westernkartoffeln einlud und wir uns an seinem Lagerfeuer wärmen konnten. Donnerstags übernachteten in einer Frauengemeinschaft in Hellefeld.

2018 auf dem Weg zum franziskanischem Bildungshaus Hofheim kam das Nachtquatier auf uns zu, ohne dass wir fragten, Hans nahm uns unter Seidenhühnern, Bienchen und Hummeln auf. Wir konnten seinen schmerzenden Knien Erleichterung geben. Donnerstags starteten wir an der evan. Kirche in Steinfischfach und waren abends mit einer Flüchtlingsfamilie aus Afganistan zusammen.

2019 auf dem Weg zum Benediktinerinnen Kloster Engelthal in der Wetterau verließen wir den Bonifatiusweg, um uns ein gutes Nachtquatier auf Samstag zu suchen. Im Konradsdorf, ehemaliges Prämonstratenser Kloster, heute landwirtschaftlicher Betrieb, schliefen wir in einer Klosterkirchenruine und Paula, unser Hund, schlug viermal in der Nacht an, sodass wir kaum ein Auge zu tun konnten. Donnerstags starteten wir an der evan. Kirche in Glashütten, in der wir auch die Nacht auf Freitag nächtigen durften. 

2020 auf dem Weg zum Altenberger Dom im bergischem Land. In diesem Jahr waren wir zu dritt eine Woche von Hennef aus franziskanisch unterwegs. Auch in Coruna-Zeiten nahmen uns die Menschen abends sehr herzlich auf. Wir erlebten das Phänomen zweier Nebensonnen, Lagerfeuer, Schwalben im Kuhstall, ein Wiesenatelier und große Strohballenbetten, ein eigenes für jeden von uns, extra aufgebaut.


In der Begegnung mit unseren Gastgebern ist Jesus, wie in Emmaus, mitten unter uns.

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Um Eindücke von dem Landschaften zu gewinnen durch die uns die franziskanischen Wanderungen geführt haben, drücken Sie bitte die o.g. blauen Überschrifen.

Nähere Informationen über die vergangenen franziskanischen Wanderungen, finden Sie auch unter  ...franziskuskreis.de/veranstaltungen/franziskanische-wanderung/