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Hennef – „Mit Gott und ohne Geld“ war ein franziskanisches Pilgertrio eine Woche lang unterwegs, übernachtete in Ställen und Unterständen und wurde allenthalben freundlich aufgenommen. Nur am Ziel, dem Altenberger Dom, offenbar nicht.
„Die Situation war schon grotesk“, erinnert sich Birgit Zander. „Die Herzlichkeit, mit der wir auf unserem Pilgerweg aufgenommen wurden, war überwältigend, und dann werden wir vor der Kirche unfreundlich und emotionslos abgewiesen, ohne ein Wort der Erklärung oder des Bedauerns.“
Die Podologin (57) aus Engelskirchen hatte sich mit Mischlingshündin Paula, der gleichaltrigen Hennefer Floristin und Gästeführerin Brigitte Helfen sowie dem ebenfalls aus Hennef kommenden Künstler und Schildermaler Lukas Bohr (38) auf den Weg gemacht. „Gegen 12.45 Uhr standen wir mit unseren schweren Rucksäcken vor dem Portal und hatten die Hoffnung, bei der Öffnung um 13 Uhr eingelassen zu werden.“
Eingelassen wurden aber nur Besucher der um 14.30 Uhr beginnenden Geistlichen Musik. Mehrmals habe sie (zuletzt unter Tränen) um Einlass gebeten, sagt Brigitte Helfen. „Wir wollten nur kurz innehalten, beten und eine Kerze anzünden. Bis zum Konzertbeginn wären wir längst wieder weggewesen.“
Die beiden Frauen wollten die ehemalige Klosterkirche besuchen; der Mann hätte solange auf den Hund aufgepasst. Doch das Ordnungspersonal in Domschweizeruniform habe lediglich geantwortet: „Das geht nicht. Sie kommen hier nicht rein.“ Brigitte Helfen, seit Jahren Pilgerin aus Leidenschaft, sagt, sie könne nicht verstehen, dass Pilgern dermaßen rüde der Eintritt in die Kirche verweigert werde. „Wir haben auf unserem Weg Menschen mit Suchtproblemen getroffen, mit schweren Gebrechen oder in großen wirtschaftlichen Nöten, aber wir sind noch nie von jemandem abgewiesen worden. Nicht mal in Coronazeiten.“
Ausgerechnet am Hause Gottes am Jakobspilgerweg sei ihnen die Tür verschlossen geblieben. Erst Stunden später am Nachmittag hätten die beiden Frauen den Gottesdienst besuchen können. „Wenigstens konnten wir uns kurz in der hinteren Reihe hinknien und im stillen Gebet Gott dafür danken, dass wir am Ziel unserer Wanderung angekommen sind.“
Thomas Taxacher, leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Odenthal/Altenberg äußerte sein Bedauern darüber, dass die Pilgergruppe diese Erfahrung habe machen müssen. „Das geht natürlich nicht. Die Geistliche Musik ist ein Gottesdienst mit Segensgebet, da darf auch jeder reingehen.“ Auch der Kirchenmusiker Rolf Müller, der an dem Tag im Dom gespielt hatte, sehe das so.
Pfarrer Taxacher werde das das Problem mit dem Ordnungsdienst an der Tür des Domes, dem Domschweitzer, besprechen. Nach Eifel, Taunus, Sauerland und der Wetterau hatten die Wanderer diesmal das Bergische Land ausgewählt, Gaskocher und Lebensmittelvorräte zur Selbstversorgung immer im Gepäck. Von Hennef ging es über Hintersteimel, Linde und Bechen und dann an der Dhünntalsperre vorbei nach Altenberg.
Abends wurden Menschen auf der Straße oder in Gärten angesprochen und um Unterkunft für die Nacht und Wasser gebeten. Manche hätten „erst komisch geguckt“, berichtet Helfen schmunzelnd, aber schnell Vertrauen aufgebaut. Beim Abschied seien auch schon mal Tränen geflossen.
In einem ehemaligen Kuhstall fanden die Pilger ebenso eine Herberge wie in einem Künstleratelier oder einer Kirchenruine. „Die Menschen geben uns etwas, und wir geben auch etwas zurück.“ Das reichte von einem handgemalten Schild, mit dem Lukas Bohr den Eier-Verkauf eines Landwirts unterstützte, bis zum Gespräch mit Menschen in Not.
Kölner Stadtanzeiger im Sommer 2020
Dieser Film handelt
- vom Kaos in Hennef
- von der Kunst, die frei ist wie ein Vogel
- von unnötigen Kosten
- von der Logik, die oft zu wünschen übrig läst
- von der Rücksicht beim Parken
- vom Müll, der überquillt im Behälter und auf der Straße
- von Schildern, die Unlogisches aussagen
- von Steinen, die lose auf der Straße liegen
- von Hecken, die bis weit über den Gehweg ragen
- von der Umweltsünde, dem kleinen Glimmstengel
- von Baustellen, die ewig dauern, bis sie verschwinden
- von Gebäuden und Gegenständen, die im Stadtbild vergammeln
- von der Brandgefahr und der Feuerwehr, die von nichts weiß und
- von großen Haufen, tritt rein und bring Glück.
Wer denkt, dass er als Fußgänger nur unbeteiligter Dritter wäre, liegt falsch. Auch zu Fuß
unterwegs ist man Verkehrsteilnehmer und daher zu Vorsicht und Rücksichtnahme verpflichtet. Wer starr aufs Handy oder konzentriert mit dem Handy im Gespräch im Verkehr herumläuft und dabei andere (im Bild das Kind) gefährdet, kann von Ordnungshütern mit fünf Euro belangt
werden.
Wegen dem Durchfahrverbot von Nichtanliegern durch die Königsstr. in Hennef ist die Beethovenstr. in Hennef oft verkehrsüberlastet. Es bildet sich in der Beethovenstr. vor der Ampel ein Rückstau bis in die Theodor-Heus-Allee hinein. Die Stadt Hennef hat zudem an der Ecke Mozartstr./Beethovenstr. die Bushaltestelle entfernt und die neue Bushaltestelle in der Beethovenstr. gebaut. Nun stehen an dieser Haltestelle bis zu vier Busse bis in die Theodor-Heuss-Allee hinein und halten wesentlich mehr den Verkehr auf, als wenn auf der Ecke Mozartstr./Beethovenstraße noch die Haltestelle wäre, denn dann könnten dort schon in Spitzenzeiten zwei Busse hintereinander halten und somit den Verkehr in der Beethovenstr. entlasten.
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