Warum Grüssen wichtig ist

Woher stammen die Worte "Hallo" und "Tschüss". Was bedeuten sie?


Hören oder sehen wir den Mitmenschen, der an mir vorübergeht oder sehen wir die Gefahr, die mich ereilen kann?

Begegnen wir dem Menschen mit Respekt oder ist mir der Mitmensch und/oder die Gefahr egal?

Warum Du es nicht so verhalten solltes, wie es oben die Bilderausdrücken!

Wer einen anderen zuerst sieht, sollte als erstes grüßen. Warum? 

Ein Person mit einem "guten Morgen oder guten Tag oder guten Abend" zu grüßen zeigt: Ich habe Dich wahrgenommen und ich wünsche Dir einen guten Morgen, Tag oder Abend. "Auf Wiedersehen" sagt deutlich: Ich möchte Dich wieder zu sehen. Der Gruß vermittelt dem Gegenüber Respekt und Wertschätzung und er birgt eine Segenskraft in sich, die dem Gegrüßten zugutekommt.

 

In der Bibel steht: Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden (entbietet ihm den Gruß). Mt 10,12

 

In der Psychologie versteht man unter Begrüßung eine grundlegende soziale Praxis, die Vertrauen schafft und Beziehungen stärkt. Sie signalisieren Offenheit und Bereitschaft zur Kommunikation. Studien zeigen, dass die Art und Weise, wie wir jemanden begrüßen, entscheidend für die folgenden sozialen Interaktionen sein kann, insbesondere in Deutschland, wo Pünktlichkeit und Förmlichkeit geschätzt werden. Eine freundliche Begrüßung kann wesentlich zu einer positiven ersten Begegnung beitragen.

 

Nicht zu grüßen zeugt von Unhöflichkeit und Nichtachten des Mitmenschen.


Fährmann hol über
Fährmann hol über
... ins Gespräch kommen
... ins Gespräch kommen


Was hat der Fährmann mit dem Grüßen zu tun?

Die derzeit gängigste These der Etymologen besagt, dass die Begrüßung "Hallo" aus dem damaligen Zuruf nach einem einem Fährmann entstammt. "Hol über" ist in früheren Jahren der Ruf gewesen, sofern man einen solchen anheuern wollte. Aus dem "Hol Über" ist mit der Zeit ein "Holla" geworden. Daraus entlehnt sich der heutige Ausruf oder Anrede "Hallo". Hallo lebte Anfang des 20. Jh. auf, als die ersten Telefone angeschlossen wurden. Mit jedem "Hallo" zelebrieren wir daher eigentlich eine nautische Tradition.

"Tschüss" ist ein heiliges Wort

"Tschüss", auch das ist eine merkwürdige Formulierung, deren Herkunft den meisten Menschen trotz alltäglichem Sprachgebrauch nicht geläufig ist.

 

Tschüss ist ein heiliges Wort, das sich getarnt hat. Bis in die vierziger Jahre war in Norddeutschland die Form „Atschüss“ üblich, und die weist auf den Ursprung dieses Abschiedsgrußes hin, der sich aus dem spanischen Adiós und dem französischen Adieu entwickelt hat und auf dem lateinischen ad deumzu Gott beruht.

 

Wer sich also heute mit einem fröhlichen Tschüss! verabschiedet, wünscht dem Gegenüber in Wirklichkeit dasselbe, was das bayerische Pfiat di Gott meint: Behüte dich Gott! Und auf diese Weise sind wir den in der Bibel verwendeten Grußformen wieder sehr nahe. Denn die Grußformel im Hebräischen geht auf das Wort segnen zurück:

 

Wer einen Menschen grüßt, wünscht ihm den Segen Gottes. In der biblischen Vorstellung birgt der Gruß eine Segenskraft in sich, die dem Gegrüßten zugutekommt, wenn er sich ihrer würdig erweist. Hier wird eine grundlegende christliche Überzeugung sichtbar: Gott möchte, dass wir Mitarbeiter in seinem Heilswerk sind. Gottes Heil, seine Liebe, seine Barmherzigkeit und sein Frieden sind nicht nur Gaben, die wir für uns selbst entgegennehmen, wir sollen sie weitergeben und verschenken und dadurch werden sie nicht geringer und weniger, sondern schöner und größer. Und das gelingt im Kleinen auch mit einem freundlichen Gruß. Franz von Assisi grüßte mit Pace e bene. Nähere hierzu finden Sie hier.

 

Auch im Englischen existiert eine Grußformel, in der sich ein heiliges Wort, ein frommer Wunsch getarnt hat. Good Bye! bedeutet nicht einfach „Auf Wiedersehen!“ – diese Abkürzung heißt ursprünglich May God be with you until we meet again. – Möge Gott Dich begleiten, bis wir uns wiedersehen! In diesem Sinne – Tschüss!

entnommen aus: ... ulrich-filler.de/heilige-worte-tschuess/