Die Wahre Freude



Entdecke die wahre Freude...

... mit den Worten Franz von Assisi ausgedrückt:

 

“Bruder Leo, schreibe!” “Schreibe, was die wahre Freude ist. Viele Männer sind in den Orden eingetreten. Schreibe: das ist nicht die wahre Freude.

 

Alle Erzbischöfe und Bischöfe jenseits der Alpen, ebenso der König von Frankreich und England haben uns anerkannt. Schreibe: Das ist nicht die wahre Freude.

 

Dass durch unsere Brüder die Ungläubigen sich alle zum Glauben bekehrt haben ist nicht die wahre Freude.

 

Ebenso, dass ich von Gott solch große Gnade erhalten habe, dass ich Kranke heile und viele Wunder wirke. Ich sage dir, dass in all dem nicht die wahre Freude ist.“

 

Leo fragte:  „Was aber ist die wahre Freude?“.

 

Franziskus antwortet: „In tiefer Nacht komme ich hierher, und es ist Winterszeit, und so kalt, dass die Wassertropfen am Saum meines Habits gefrieren und immer an meine Schienbeine schlagen, und das Blut aus diesen Wunden fließt. Und völlig in Schmutz und Kälte und Eis komme ich zur Pforte, und nachdem ich lange geklopft und gerufen habe, kommt der Bruder und fragt: ‘Wer ist da?’ Ich antworte: ‘Bruder Franziskus.’ Und er sagt: ‘Geh fort! Es ist keine schickliche Zeit auszugehen. Du kommst nicht herein.’ Auf weiteres Drängen antwortet er: ‘Geh weg! Du bist nämlich, wie so viele von solcher Art hier,  einfältig und ungebildet, dass wir dich nicht brauchen.’ Wiederholt bitte ich: ‘Um der Liebe Gottes willen, nehmt mich auf in dieser Nacht.’ Und jener antwortet: ‘Das werde ich auf gar keinen Fall tun. Geh zu einer anderen Niederlassung und bitte dort.’

 

Ich sage dir Leo: Wenn ich Geduld habe und nicht erregt werde, dass darin die wahre Freude ist und die wahre Tugend und das Heil der Seele.

Die Wahren Freunde



Einen Freund finden kann nur, wer imstande ist, ein Freund zu sein,

frei, um über sich zu verfügen und bereit, sich zu verschenken.

Er kann vertrauen, und der Freund vertraut ihm.

Der Freund kann um alles bitten.

Und er ist da, wenn der Freund ihn braucht.

Gott ist der Freund, der einzige letztendlich.

Er ist für uns da und er braucht uns.